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Health

Neue PrEP-Richtlinien des GGD machen Medikament für mehr Menschen zugänglich

Das GGD macht PrEP zugänglicher durch gelockerte Richtlinien für das HIV-Präventionsmittel. Mehr Menschen können nun kostenlos PrEP durch individuelle Risikobewertung erhalten.

RainbowNews Redaktion14. April 20263 Min. Lesezeit
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Das GGD lockert die Regeln für PrEP, das Medikament zur HIV-Prävention. Mehr Menschen können nun kostenlos PrEP vom GGD erhalten.

PrEP steht für Pre-Exposure Prophylaxis. Es ist eine tägliche Pille, die HIV-Infektionen zu 99 Prozent verhindern kann. Das Medikament ist besonders wichtig für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko.

Bisher waren die Regeln für kostenloses PrEP beim GGD streng. Menschen mussten spezifische Kriterien erfüllen. Die neuen Richtlinien machen PrEP für mehr Gruppen zugänglich.

Was ändert sich genau?

Die wichtigste Änderung ist mehr Flexibilität bei Risikogruppen. Früher musste man in eine Kategorie passen. Jetzt berücksichtigt das GGD die persönliche Situation.

Auch Transgender-Personen bekommen mehr Aufmerksamkeit in den neuen Richtlinien. Ihre spezifischen Risiken werden besser anerkannt. Das gilt besonders für Transgender-Frauen mit erhöhtem Risiko.

Außerdem können Menschen leichter zwischen verschiedenen PrEP-Formen wechseln. Manche nehmen PrEP nur in risikoreichen Zeiten. Andere nutzen es das ganze Jahr.

Für wen ist PrEP geeignet?

PrEP ist besonders nützlich für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko. Das sind Männer, die mit Männern ungeschützten Sex haben. Auch für Partner von HIV-positiven Menschen kann PrEP sinnvoll sein.

Transgender-Personen, besonders Transgender-Frauen, haben auch erhöhtes Risiko. Das liegt an verschiedenen Faktoren, einschließlich Diskriminierung im Gesundheitswesen. Dadurch haben sie teilweise keinen Zugang zu Kondomen.

Sexarbeiter bilden eine andere wichtige Gruppe. Durch ihre Arbeit haben sie erhöhtes HIV-Infektionsrisiko. PrEP kann ihnen zusätzlichen Schutz neben Kondomen bieten.

Wie wirkt PrEP?

PrEP enthält zwei Wirkstoffe: Tenofovir und Emtricitabin. Diese Stoffe blockieren das HIV-Virus vor der Vermehrung. Das Medikament muss konsequent angewendet werden.

Es gibt zwei Anwendungsarten für PrEP. Die meisten Menschen nehmen täglich eine Pille. Das heißt kontinuierliche PrEP. Andere nutzen PrEP nur bei risikoreichen Momenten. Das heißt ereignisgesteuerte PrEP.

Ereignisgesteuerte PrEP eignet sich nur für Männer mit Männern. Für andere Gruppen wird tägliche Anwendung empfohlen. Das bietet den besten Schutz.

Was sind die Nebenwirkungen?

Die meisten Menschen vertragen PrEP gut. Manche bekommen anfangs leichte Nebenwirkungen. Das sind Übelkeit, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Diese Beschwerden verschwinden meist nach Wochen.

Bei Langzeitanwendung können Nieren und Knochen beeinträchtigt werden. Deshalb sind regelmäßige Kontrollen wichtig. Das GGD prüft alle drei Monate Blut und Nieren.

Alle drei Monate wird auch auf HIV und andere STIs getestet. PrEP schützt nämlich nur vor HIV. Für andere STIs bleibt Kondomanwendung wichtig.

Wie bekommst du PrEP?

Über das GGD ist PrEP kostenlos erhältlich. Erst musst du ein Aufnahmegespräch führen. Darin wird geprüft, ob PrEP für dich passt.

PrEP ist auch über den Hausarzt erhältlich. Dann musst du das Medikament selbst bezahlen. Die Kosten liegen bei etwa 50 Euro monatlich. Manche Krankenkassen übernehmen das teilweise.

Online kannst du PrEP auch kaufen, aber das wird nicht empfohlen. Ohne medizinische Begleitung fehlen wichtige Kontrollen. Du weiß auch nicht, ob das Medikament echt ist.

Warum sind die neuen Richtlinien wichtig?

Niederlande wollen bis 2030 keine neuen HIV-Infektionen mehr. PrEP spielt dabei eine wichtige Rolle. Je mehr Menschen Zugang zu PrEP haben, desto besser.

Die gelockerten Richtlinien können besonders vulnerablen Gruppen helfen. Menschen, die früher kein PrEP bekamen, haben jetzt bessere Chancen. Das kann neue HIV-Infektionen weiter reduzieren.

Das RIVM beobachtet die Auswirkungen neuer Richtlinien genau. So können sie sehen, ob Ziele erreicht werden.

RR

RainbowNews Redaktion

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