Russischer Arzt versucht, diskreditierte Trans-'Störung' wiederzubeleben
Ein russischer Psychiater präsentierte auf einem großen Kongress eine Arbeit. Sie soll die widerlegte Idee wiederbeleben, dass Transgender-Sein eine psychische Störung ist. Gesundheitsexperten und LGBTQ+-Aktivisten verurteilen dies scharf als schädlich und wissenschaftlich falsch.
Ein russischer Arzt möchte ein schädliches medizinisches Label zurückbringen. Sie nennt es 'Transgender-Spektrum-Störung'. Dieses Label behauptet fälschlicherweise, dass Transgender-Sein eine psychische Krankheit ist.
Der Name der Ärztin ist Olga Bukhanovskaya. Sie arbeitet als Chefärztin im Zentrum Phoenix. Das ist eine Rehabilitations- und Forschungseinrichtung. Sie präsentierte ihre Arbeit auf einem großen medizinischen Event. Das Ereignis war der 18. Kongress der Psychiater in Russland.
Das ist eine sehr besorgniserregende Entwicklung. Die weltweit führenden Gesundheitsorganisationen haben diese Idee bereits abgelehnt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfernte Transgender-Sein 2019 aus ihrer Diagnoseliste. Das war ein großer Schritt für Transgender-Rechte und Würde.
Experten und LGBTQ+-Aktivisten sind alarmiert. Sie sagen, solche Diagnosen richten realen Schaden an. Sie können verwendet werden, um sogenannte 'Konversionstherapie' zu rechtfertigen. Das ist eine von Medizinern weit verurteilte Praxis. Sie versucht, die Geschlechtsidentität einer Person zu ändern. Das funktioniert nicht und verursacht schwere psychische Schäden.
Russland hat bereits ein sehr schwieriges Umfeld für LGBTQ+-Menschen. Das Land verabschiedete in den letzten Jahren Gesetze, die LGBTQ+-Rechte einschränken. 2023 erklärte Russlands Oberster Gerichtshof die 'internationale LGBT-Bewegung' für extremistisch. Das machte das Leben für queere Menschen im Land noch schwerer.
Die Wiederbelebung dieser Diagnose könnte gefährliche Folgen haben. Sie könnte Behörden ein Werkzeug geben, um Transgender-Menschen zu Psychiatrie zu zwingen. Sie könnte auch verwendet werden, um trans Menschen ihrer Rechte zu berauben.
Medizinische und psychiatrische Gemeinschaften außerhalb Russlands stimmen Bukhanovskays Behauptungen stark nicht zu. Transgender-Sein ist keine Störung. Es ist ein normaler Teil menschlicher Vielfalt. Das ist die klare weltweite Position der modernen Medizin.
LGBTQ+-Organisationen fordern die internationale psychiatrische Gemeinschaft auf zu reagieren. Sie wünschen sich klare öffentliche Stellungnahmen gegen diesen Versuch. Sie fordern auch Medizinier auf, trans Menschen vor schädlicher Pseudowissenschaft zu schützen.
Diese Geschichte erinnert daran, dass LGBTQ+-Rechte noch immer unter Druck stehen. Sogar in medizinischen Räumen kann sich Desinformation verbreiten. Es ist wichtig, sie klar und schnell zu widersprechen.
