Jimpa: Olivia Colman und John Lithgow glänzen im queeren Familiendrama
Jimpa ist ein queeres Familiendrama von Sophie Hyde mit starken Leistungen von Olivia Colman und John Lithgow. Der Film behandelt nicht-binäre Identität und Familiendynamik. Doch manchmal fehlt ihm die Tiefe, die das Thema verdient.
Jimpa ist ein neuer Film von Regisseurin Sophie Hyde. Der Film behandelt sexuelle Identität und Familiendynamik. Hyde basiert die Geschichte auf ihrem eigenen Leben.
Der Film folgt Hannah, gespielt von Olivia Colman. Hannah ist eine Filmemacherin aus Adelaide, Australien. Sie reist nach Amsterdam mit ihrem Mann und ihrem nicht-binären Kind Frances. Frances wird gespielt von Aud Mason-Hyde. Aud ist das echte Kind der Regisseurin Sophie Hyde. Das macht den Film besonders persönlich.
In Amsterdam besucht die Familie Hannahs Vater Jim. Jim wird gespielt von John Lithgow. Alle nennen ihn liebevoll Jimpa. Jim ist eine charismatische und lebendige Person. Lithgow spielt diese Rolle mit viel Energie und Wärme.
Die beiden Hauptdarsteller liefern starke Leistungen ab. Colman und Lithgow sind völlig ihren Rollen verpflichtet. Ihr Spiel ist der Höhepunkt des Films. Ohne sie wäre der Film viel schwächer.
Doch der Film hat auch Schwächen. Hydes Geschichte wirkt manchmal zu selbstgefällig. Der Film lobt sich selbst zu sehr für seine Ehrlichkeit. Das wirkt nicht immer authentisch. Der Funke von Hydes früherem Film Animals aus 2019 fehlt hier.
Ein Beispiel für den übersteigerten Stil ist die Teenagerin des Films. Sie macht Fotos mit einer alten Einwegkamera auf Film. Fast niemand tut das mehr im Alltag. Dieses Detail wirkt erzwungen und unecht.
Der Film will eine sensible Geschichte über eine queere Familie erzählen. Das ist ein wichtiges und wertvolles Thema. Die LGBTQ+-Themen wie nicht-binäre Identität sind sichtbar vorhanden. Aber die Umsetzung hätte tiefer und schärfer sein können.
Jimpa ist ein Film mit guten Absichten. Für LGBTQ+-Zuschauer bietet der Film erkennbare Geschichten über Identität und Familie. Die Repräsentation eines nicht-binären Charakters auf der großen Leinwand ist wertvoll. Aber der Film erreicht sein volles Potenzial nicht.
Kurz gesagt: Jimpa lohnt sich wegen Colman und Lithgow. Allein ihr Spiel macht den Film sehenswert. Erwartet aber kein Meisterwerk.