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Culture

John Wood zeigt geheime Fotos der Gay-Lederszene in Glasgow

John Wood, ein 79-jähriger ehemaliger Telekommunikationsingenieur, zeigt seine erste Einzelausstellung in Glasgow. Jahrzehntelang fotografierte er heimlich die Gay-Lederszene der Stadt aus einem umgebauten Dachboden.

RainbowNews Editorial20. Juli 2026 — Verenigd Koninkrijk3 Min. Lesezeit
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John Wood ist 79 Jahre alt. Er hat seine allererste Fotografieausstellung. Sie wird in der Celine-Galerie in Glasgow gezeigt.

Wood arbeitete tagsüber als Telekommunikationsingenieur. Nachts tat er etwas ganz anderes. Er fotografierte Männer aus Glasgows Gay-Lederszene. Das tat er jahrelang heimlich.

Die Fotos zeigen Männer in verschiedenen Zuständen der Entkleidung. Viele Motive tragen schwarze Lederjacken, Handschuhe und Stiefel. Die Bilder sind erotisch, intim und manchmal versaut.

Die Fotos könnten aus New York stammen. Viele denken an den berühmten BDSM-Fotografen Robert Mapplethorpe. Andere denken vielleicht an Studio 54 in den 1970er Jahren. Einige denken auch an Tom of Finland. Er war ein Künstler für homosexuelle Zeichnungen.

Aber diese Fotos wurden nicht in New York aufgenommen. Sie wurden in einem umgebauten Dachboden in Glasgows West End aufgenommen. Niemand wusste davon für Jahrzehnte. Nicht mal die Nachbarn.

Wood hielt seine Fotografie sehr privat. Er zeigte seine Arbeit nie öffentlich. Die Bilder blieben jahrelang in seinen persönlichen Archiven verborgen.

Jetzt hat Wood seine Archive der Welt geöffnet. Seine Ausstellung bietet einen seltenen Blick in Schottlands schwule Untergrundgemeinschaft. Diese Gemeinschaft existierte lange Zeit im Verborgenen. Sie war der Mainstream-Gesellschaft nicht sichtbar.

Der Vergleich zu Robert Mapplethorpe ist interessant. Mapplethorpe war berühmt für mutige Bilder der amerikanischen Gay-Lederkultur. Woods Arbeit hat einen ähnlichen Stil. Aber Woods Fotos erzählen eine sehr schottische Geschichte.

Woods Ausstellung ist wichtig für die LGBTQ+-Geschichte. Sie zeigt, dass schwule Subkulturen an unerwarteten Orten existierten. Städte wie Glasgow hatten lebendige Untergrundgemeinschaften. Diese Gemeinschaften werden in Geschichtsbüchern oft vergessen.

Besucher der Celine-Galerie können diese verborgene Welt jetzt sehen. Woods Fotografien bringen ein wichtiges Stück LGBTQ+-Geschichte ans Licht. Mit 79 Jahren bekommt er endlich die Anerkennung, die er verdient.

Wood sagt selbst, dass er persönlich nicht für Leder interessiert ist. Er war einfach fasziniert von den Menschen und ihrer Gemeinschaft. Sein Ziel war immer, ihr Leben ehrlich und respektvoll zu dokumentieren.

RE

RainbowNews Editorial

Redakteur

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