Was Amerika seinen queeren Soldaten zum Memorial Day schuldet
LGBTQ+-Soldaten kämpfen seit Generationen für die USA. Oft mussten sie ihre Identität verbergen. Dieses Memorial Day verdienen ihre gelöschten Geschichten volle Anerkennung.
Jeden Memorial Day erscheinen kleine amerikanische Flaggen auf Gräbern. Sie stehen in ordentlichen Reihen zwischen Grabsteinen. Aus der Ferne sehen sie identisch aus. Aber nicht alle Soldaten werden gleich erinnert.
Auf dem Charles Evans Cemetery in Reading, Pennsylvania, fangen die Flaggen Mailicht ein. Die Flieder sind in der südlichen Ecke vertrocknet. Dort ruhen ältere Immigrantenfamilien — Menschen, die diese Nation aufbauten. Von der Parkplatz sieht jeder Friedhof gleich aus. Dieselbe Flagge. Dasselbe Land. Dieselben Toten.
Aber queere Soldaten sind oft in dieser Geschichte verborgen. Lange Zeit konnten LGBTQ+-Menschen nicht offen dienen. Sie wurden entlassen, bestraft oder gelöscht. Viele erhielten ehrlose Entlassungen nur wegen ihrer Sexualität. Das bedeutete: Sie verloren ihre Veteraneneigenschaften. Ihr Dienst wurde nicht geehrt. Ihre Opfer wurden nicht anerkannt.
Tausende queere Soldaten kämpften und starben für die USA. Sie dienten im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Sie kämpften in Korea und Vietnam. Sie dienten im Irak und in Afghanistan. Das taten sie, während sie sich versteckten. Sie riskierten alles für ein Land, das sie nicht akzeptierte.
Die "Don't Ask, Don't Tell"-Politik dauerte von 1994 bis 2011. In dieser Zeit wurden über 13.000 Soldaten entlassen. Viele hatten ausgezeichnet gedient. Ihre Karrieren endeten. Ihre Ehre wurde genommen.
Heute können LGBTQ+-Menschen offen dienen. Transgender-Soldaten erkämpften dieses Recht nach langen Kämpfen. Aber die Ausschlussgeschichte zählt noch immer. Viele queere Veteranen erhielten niemals die verdiente Anerkennung. Einige starben ohne Ehrung.
Memorial Day erinnert an alle, die dienten. Das muss queere Soldaten einschließen. Das muss Gelöschte einschließen. Das muss alle einschließen, die alles gaben — selbst wenn ihr Land ihnen wenig zurückgab.
Die Flaggen auf den Gräbern sehen aus der Ferne gleich aus. Aber hinter jeder liegt eine einzigartige Geschichte. Dieses Memorial Day ist es Zeit, auch die queeren zu erzählen.
