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Élite: Das spanische Teen-Drama, das niemals sicher spielt

Netflix' Élite kehrt mit mehr Geheimnissen, Sex und Klassenkonflikten zurück. Warum das spanische Original immer noch wichtig ist.

RainbowNews Redactie18. September 2026 — International3 Min. Lesezeit
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Es begann als Kriminalfall an einer wohlhabenden spanischen Schule. Jetzt, sechs Staffeln später, bleibt Élite eines von Netflixs mutigsten Queer-Teen-Dramen. Die Serie streamt weltweit auf Netflix. Diese Woche bringt Netflixs Fokus auf europäische Originale neue Aufmerksamkeit. Élite zieht weiterhin neue Zuschauer an.

Was ist Élite?

Élite startete auf Netflix am 5. Oktober 2018. Erschaffen wurde es von Carlos Montero und Darío Madrona. Die Serie spielt an Las Encinas, einer fiktiven Elite-Privatschule in Spanien. Drei Schüler aus arbeiterlichen Verhältnissen gewinnen Stipendien. Reichtum, Ehrgeiz und Begierde prallen aufeinander.

Das Ensemble hat sich über die Staffeln gewandelt. Frühe Favoriten sind Miguel Herrán, Itzan Escamilla, Omar Ayuso und Danna Paola. Später kamen frische Gesichter wie Valentina Zenere, André Lamoglia und Ander Puig. Produziert wird die Serie von Zeta Audiovisual für Netflix.

Staffel sechs kam im Oktober 2023. Netflix bestätigte, dass eine siebte Staffel entwickelt wird. Die Serie funktioniert als echte Anthologie. Charaktere kommen und gehen, halten die Prämisse frisch.

Was funktioniert

Élite behandelt queere Geschichten mit ungewöhnlichem Selbstbewusstsein. Schwule Beziehungen sind nichts Besonderes. Sie gehören einfach zur sozialen Welt. Omars und Anders Beziehung wurde weit gelobt für ihre Ehrlichkeit. Sie zeigte Verlangen, Eifersucht und echten Konflikt.

Die Serie sieht auch wirklich gut aus. Das Production Design ist elegant und bewusst gewählt. Glassäile, weißer Marmor, teure Kleidung signalisieren Privileg. Regisseure wie Ramón Salazar und Jesús Font geben konsistente visuelle Qualität.

Das Format hilft ebenfalls. Episoden gehen schnell voran. Jede Staffel hat acht oder weniger Folgen. Die Struktur folgt dem Telenovela-Tempo. Nichts dauert zu lange. Das hält Spannung lebendig.

Carlos Montero verstand von Anfang: Klasse ist das wahre Thema. Queere Geschichten funktionieren besser mit wirtschaftlichem Druck. Wer darf offen schwul sein? Wer kann es sich leisten?

Was weniger funktioniert

Die Serie hat ein Besetzungsproblem. Beliebte Charaktere gehen, neue kommen an. Ab Staffel fünf fühlten sich manche Zuschauer emotional zurückgesetzt. Neue Charaktere sind dünn gezeichnet. Es gibt weniger Zeit für Drama.

Die Kriminalplots sind auch unrealistisch. Las Encinas hat mehr Todesfälle als realistisch ist. Später lehnt sich die Serie auf Seifenopern-Logik an. Das funktioniert, wenn man sich einlässt. Nicht alle tun das.

Einige Kritiker merkten, dass die Klassenkritik von Staffel eins später verblasste. Wohlhabende Charaktere wurden sympathischer. Die Privilegien-Kritik wurde unklar. IndieWire beobachtete, dass die Serie manchmal Schärfe für Spektakel opfert.

Für zurückhaltende queere Serien schau woanders. Tip Toe: Das britische Queer-Drama, das nicht wegschaut bietet etwas Stilleres.

Für wen ist das?

Élite passt zu Zuschauern, die schnelle Plots, glamouröse Settings und queere Charaktere lieben. Sie ist nicht subtil und will das auch nicht sein. Für unterhaltsames Fernsehen mit echter Repräsentation liefert sie zuverlässig.

Für queere Serien mit gefühlvoller Schreibweise, Special: Ryan O'Connells brutale queere Komödie bietet etwas ganz anderes. Kleiner, lustiger, persönlicher.

Élite ist nicht perfekt. Aber es bewies etwas Wichtiges: Ein europäisches Teen-Drama mit queeren Beziehungen im Fokus findet ein globales Publikum. Das zählt immer noch. Sieben Staffeln später, es lohnt sich.

RR

RainbowNews Redactie

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