Afrikanische 'Familienwerte'-Charta von Menschenrechtsgruppen verurteilt
Ein neuer afrikanischer Vertrag lehnt internationale Menschenrechtsregeln ab. Menschenrechtsgruppen warnen vor Gefahren für Frauen und LGBTQ+-Menschen.
Ein neuer afrikanischer Vertrag wird bald offizielle Politik. Regierungen trafen sich diese Woche in Ghana zur Diskussion.
Die Charta heißt African Charter on Family, Sovereignty and Values. Sie behauptet, afrikanische Kultur werde angegriffen. Dies geschehe durch sogenannte "fremde Ideologien". Der Begriff kritisiert oft LGBTQ+-Rechte und Geschlechtergleichstellung.
Die Charta fordert afrikanische Länder auf, internationale Verträge zu verlassen. Diese schützen Frauen, Mädchen und LGBTQ+-Menschen. Ein Hauptziel ist das Maputo-Protokoll von 2003. Es fördert Geschlechtergleichstellung und schützt Frauengesundheitsrechte.
Menschenrechtsgruppen sind sehr besorgt. Sie sagen, die Charta sei rückschrittlich. Sie bedeutet Rückgang bei wichtigen Rechten. Gruppen warnen vor Gefahren für vulnerable Menschen. Das betrifft LGBTQ+-Menschen, Frauen und Mädchen in Afrika.
Kritiker sagen, die Charta missbraucht "Familienwerte" als Werkzeug. Sie soll hart erkämpfte Rechte zurückrollen. Viele afrikanische Aktivisten sprechen sich gegen den Entwurf aus.
Sexuelle und reproduktive Gesundheitsrechte werden direkt erwähnt. Das Dokument beschreibt diese als Bedrohung für die afrikanische Familie. Menschenrechtsorganisationen lehnen das ab. Sie sagen, Gesundheitszugang ist Menschenrecht.
Die Sprache spiegelt weltweite anti-LGBTQ+- und antigender-Bewegungen wider. Experten sehen einen größeren globalen Trend. Konservative und religiöse Gruppen bekämpfen überall LGBTQ+-Rechte.
Afrikanische LGBTQ+-Aktivisten fordern ihre Regierungen auf, die Charta abzulehnen. Sie sagen, das macht ihr Leben gefährlicher. Viele LGBTQ+-Menschen in Afrika erleben bereits Diskriminierung und Gewalt.
The Guardian hat den Entwurf geprüft und berichtet: Die Charta stellt internationale Menschenrechtsverträge in Frage. Menschenrechtsanwälte warnen vor gefährlichen Rechtspräzedenzfällen.
Die Debatte ist noch nicht beendet. Menschenrechtsgruppen fordern internationalen Druck auf Afrika. Sie wollen, dass Regierungen Rechte schützen, nicht einschränken.
