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Politics

Ghana: Ein Kolonialgesetz wird zur 'afrikanischen Wert' gegen LGBT+

Ghana verabschiedet ein neues Anti-LGBT+-Gesetz. Paradox: Diese legale Homophobie stammt aus der britischen Kolonialzeit, nicht aus afrikanischen Traditionen.

RainbowNews Editorial5. Juni 2026 — Ghana3 Min. Lesezeit
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Ghana verabschiedet ein neues Anti-LGBT+-Gesetz zur Unterzeichnung. Dieses Gesetz bedroht die Rechte von Homosexuellen schwerwiegend. Es könnte das Leben von Millionen Ghanaern verändern.

Viele Politiker stellen Homosexualität als westliche Einfuhr dar. Sie sagen, es widerspreche afrikanischen Werten. Doch diese Idee verbirgt eine große historische Ironie.

Tatsächlich kommt die Kriminalisierung von Homosexualität aus dem Westen. Die Briten führten diese Gesetze während der Kolonialzeit ein. Ghana übernahm diese Rechtstexte nach der Unabhängigkeit 1957.

Vor der Kolonialzeit akzeptierten viele afrikanische Kulturen sexuelle Vielfalt. Forscher dokumentierten homosexuelle Praktiken in vorkolonialen Gesellschaften. Institutionelle Homophobie ist also ein Kolonialprodukt.

Über Jahrzehnte verwandelte sich dieses Gesetz. Es wurde erst zum religiösen Kreuzzug. Evangelikale Kirchen, oft von den USA finanziert, verstärkten die Feindseligkeiten. Dann nutzten Politiker diese Feindseligkeiten für Stimmen.

Heute geht das neue Gesetz noch weiter. Es kriminalisiert nicht nur Homosexualität, sondern auch LGBT+-Aktivismus. Es bestraft, wer die Rechte queerer Personen unterstützt. Die Strafen sind sehr schwer.

Menschenrechtsverteidiger sind sehr besorgt. Lokale und internationale Organisationen bitten den Präsidenten, nicht zu unterzeichnen. Sie erinnern, dass Ghana sich als Demokratie präsentiert. Die Nationalmaxime lautet sogar Freiheit und Gerechtigkeit.

Ghanaische Aktivisten riskieren täglich ihre Freiheit. Sie kämpfen trotzdem weiter für ihre Rechte. Ihr Mut ist angesichts des Drucks bemerkenswert.

Diese Situation zeigt ein schmerzhaftes Paradox. Eine ehemalige Kolonie nutzt Unterdrückungsinstrumente der Kolonialzeit. Sie wendet sie gegen ihre eigenen LGBT+-Bürger. Und sie nennt das Verteidigung der afrikanischen Identität.

Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Präsidentenentscheidung aufmerksam. Für tausende ghanaische LGBT+ könnte diese Unterzeichnung Gefängnis bedeuten.

RE

RainbowNews Editorial

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