Polnischer Präsident lehnt Gesetze zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Beziehungen ab
Präsident Karol Nawrocki hat Gesetze blockiert. Diese hätten gleichgeschlechtliche Beziehungen in Polen anerkannt. Er sagt, sie gefährden die Ehe.
Präsident Karol Nawrocki hat zwei wichtige Gesetze abgelehnt. Diese hätten gleichgeschlechtlichen Paaren Rechtssicherheit gegeben.
Nawrocki begründet dies mit dem Schutz der Ehe. Er meint, die Gesetze würden die Ehe schwächen. In Polen ist Ehe zwischen Mann und Frau definiert.
Viele Parlamentarier unterstützten die Gesetze. Sie wollten gleichgeschlechtlichen Paaren grundlegende Rechte geben. Das betrifft Krankenbesuche und Erbrecht. Derzeit haben gleichgeschlechtliche Paare keinen rechtlichen Schutz.
LGBTQ+-Organisationen sind sehr enttäuscht. Millionen Menschen in Polen bleiben ungeschützt. Viele Paare können keine wichtigen Entscheidungen treffen. Das gilt besonders in medizinischen Notfällen.
Polen gehört zu wenigen EU-Ländern ohne gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Die EU drängt Polen zu besseren LGBTQ+-Rechten. Gleiche Rechte sind europäische Grundwerte, sagt die EU.
Befürworter geben nicht auf. Einige Politiker wollen erneut versuchen. Sie suchen neue Wege für rechtliche Anerkennung. Mit Nawrocki als Präsident wird das schwierig.
Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Veto scharf. Sie sehen einen Rückschritt für LGBTQ+-Gleichberechtigung. Amnesty International nennt die Entscheidung zutiefst enttäuschend.
Das Veto zeigt auch Spaltung in der polnischen Gesellschaft. Junge Polen unterstützen oft LGBTQ+-Rechte. Ältere und religiöse Gemeinschaften lehnen ab. Diese Kluft bremst Fortschritt.
Vorerst müssen gleichgeschlechtliche Paare warten. Sie haben weiterhin keine rechtliche Anerkennung. Aktivisten sagen, sie kämpfen weiter. Änderung komme, braucht aber Zeit und Kraft.
